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Krise? Welche Krise?

Die International Hotel Conference in Rom suchte nach Antworten

IHC - International Hotel Conference
 

Rom (24.10.2008). Die Sorge über den aktuellen Zustand der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte im allgemeinen und die mangelnde Liquidität oder Verfügbarkeit von Schuldfinanzierungen im Besonderen waren die zentralen Themen, die alle Teilnehmer der sechsten International Hotel Conference letzte Woche in Rom beschäftigten. In der Luft lag ein Hauch von Resignation, dass die Dinge schlecht stehen, mit grosser Wahrscheinlichkeit noch schlechter werden und mindestens die nächsten beiden Jahre sehr, sehr holprig sein werden - eine Stimmung von "Das haben wir alles schon gesehen" und "Das werden wir durchstehen". Trotz allem war aber auch ein Gefühl von verhaltenem Optimismus zu spüren, dass sich die eine oder andere Gelegenheit bieten wird.

Die Plenarsitzungen, die dieser Konferenz vorausgingen und folgten, beschäftigten sich mit den gleichen Themen, wobei in erster Linie die Kreditkrise im Mittelpunkt stand. Jamie Chappell, Geschäftsführer des Hotel-Benchmarking-Anbieters STR Global, erinnerte die Teilnehmer daran, dass die aktuelle Situation eigentlich keine "neue" Neuigkeit sei. "Diese Rezession hat sich seit 18 Monaten angekündigt und ist bei einem Wirtschaftszyklus von 7 bis 10 Jahren zu erwarten", so Chappell.

Bei der Analyse der Hotelnachfrage, zeigte er mit Hilfe der Datenanalyse von STR Global, dass es sich in der Hotellerie beim jährlichen Zuwachs des RevPar zumindest nicht um ein globales Problem handelt. Der Wachstum des RevPar mag in den USA, Großbritannien und Europa zwar zurückgehen, aber im Nahen Osten, Afrika und Asien sieht diese Angelegenheit weitaus besser aus. Des Weiteren sind auch regionale und nationale Unterschiede zu erkennen. In Europa herrscht bereits ein Negativwachstum von 1,5% vor, aber inmitten dieses düsteren Bildes ist Deutschland ein kleiner Lichtschimmer mit einem jährlichem RevPar-Zuwachs von 9,4% bis August 2008.

Andrew Katz, Geschäftsführer von Axios Hospitality Real Estate/The Blackstone Group, führte aus: "Wir gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft früher als alle anderen (aus der Rezession) herauskommt." Bei tieferer Analyse des deutschen Marktes war er besonders über die Performance in Dresden und Frankfurt besorgt; demgegenüber erfreute ihn die 90% Auslastung des Park Plaza Alexanderplatz in Berlin besonders. Chappell hat ähnliche Differenzen in Italien beobachten können, wo es ein gemeinschaftliches Marketing von Reisezielen Turin ermöglichte, dem Italien-weiten Negativtrend von einem um 7,4% geringeren Wachstum beim RevPar zu entgehen.

Trotzdem ist, laut Rubicon, das Nachfragetempo in Europa von Jahr zu Jahr um 32% gefallen, so zum Beispiel bei Frühbuchungen. Steve Swope, President & CEO der Rubicon Group, sagte voraus, dass die wahre Herausforderung erst im dritten und vierten Quartal 2009 sichtbar wird, wenn die getätigten Geschäfte der Gruppen und Unternehmen im 4. Quartal 2008 ins Gewicht fallen.

Angebot: Europa in besserer Verfassung als die USA

Auf der Angebotsseite zeigte Bruce Ford, Senior Vice President Director of Business Development des US-Forschungsunternehmens Lodging Econometrics, anhand deren Prognose zu im Bau befindlichen Angeboten an Gästezimmern auf, dass Europa mit deutlich weniger Bau-Aktivitäten besserer dastehe als die USA, um die bevorstehende Rezession zu meistern. Wolfgang Neumann, Area President Europe von Hilton Hotels, wies darauf hin, dass Hiltons Pipeline "länger als letztes Jahr" sei und bestätigte somit Fords Aussage, dass die "Entwicklung ein verzögerter Indikator für die Nachfrage in der Hotellerie ist." Natürlich gab es auch hier grosse regionale Unterschiede: In Spanien herrscht bereits ein Überangebot, vor allem auf den Inseln, während Moskau seit vielen Jahren wieder neue Zimmer erwartet.

Während die Dauer der Rezession auf sechs Monate bis drei Jahre geschätzt wird, sind sich alle einig, dass sowohl 2009 als auch 2010 kein Spaziergang werden. Frank Fiskers, President & CEO von Scandic Hotels, denkt, dass diese Jahre "ziemlich hart" werden, vor allem im Hinblick auf das Rekordjahr 2007. Und dies, obwohl er zugibt, dass sein Produkt für den mittleren Markt von den erwarteten "Buy Downs" profitieren und sein Geschäft steigern sollte. Andy Dolce, Chairman und Managing Director von Dolce International Inc, rechnet damit, dass der europäische EBITDA für die MICE-orientierte Gruppe 2009 gering ausfallen wird, obwohl sie augenblicklich noch 8,5% über dem Wert von 2007 liegt.

Georg Rafael, Managing Director der Rafael Group S.A.M., der zuvor den "Hoteliers Global Citizen"-Award erhalten hatte, sagte, dass "im Kampf um den Angebotserhalt für die Kunden Abstriche unvermeidbar sind, (aber) Service darf erst als letztes gestrichen werden." Paul Brown, President von Expedia North America bestätigt, dass die Bewertung von Expedia-Nutzern besagen, dass "Service der wichtigste Aspekt ist". Neumann stimmt der Aussage zu, "auf der Rückseite (des Hauses) so schlank wie möglich sein" zu müssen und Rafael fügte mit sanfter Stichelei gegenüber grösseren Ketten hinzu: "...und auf der Unternehmensebene ebenso". Dieser Punkt wurde von vielen Unternehmen bereits erkannt, es wurden unnötige Reisen gestrichen und es wurde versucht, die Kostenstruktur zu verringern, indem die Zahl der bevorzugten Anbieter reduziert wurde. In puncto Grössenordnung konnte Braun feststellen, dass die, die flexibler und schneller reagieren, auch grösseren Erfolg haben.

Im Geschäft bleiben, auch wenn der Wettbewerb härter wird

Es wurde ausdrücklich betont, dass die Hotellerie übereilte Preissenkungen angesichts der bevorstehenden schweren Zeiten vermeiden sollte. "Preisnachlässe werden die fehlende Nachfrage nicht beheben", warnte Chappell. Und Fiskers sagte, "wir sind schlauer als vorher (bei der letzten Rezession), und durch Preise lässt sich das Geschäft nicht ankurbeln". Wenn dies wie ein Appell an die Branche klingt, dann hat das seine Richtigkeit.

"Wir müssen unser Preisniveau beibehalten", erklärt Neumann „und können deshalb die Preise nicht senken, denn es würde Jahre dauern, dieses Preisniveau wieder zu erreichen." Robert Riley, CEO von The Riley Group erinnerte die Teilnehmer bei diesem Thema daran, dass "der Preisrückgang zwischen 2000 und 2003 erst 2006 wieder ausgeglichen wurde. Der Wettbewerb wird härter sein, aber wir müssen im Geschäft bleiben." Im Allgemeinen wurde anerkannt, dass Revenue-Management immer vielschichtiger und wichtiger wird und sowohl in "guten und in schlechten Zeiten funktioniert", so Riley. Eine Preissenkung von 2 bis 3 Euro würde ein Hotel auf den verschiedenen Absatzwegen besser dastehen lassen, aber nicht den gesamten Markt nach unten drücken. Dolce äusserte Bedenken über den grossen unabhängigen Markt in Europa, der nicht über das nötige Revenue Management verfüge, um Preissenkungen zu vermeiden.

Airline-Fusionen und Reisekosten im Auge behalten

Während Chappell den aktuellen Rückgang des Ölpreises (& der Rohstoffe) als "Bonus" ansah, konzentrierte sich Brown vor allem auf die unvermeidliche Steigerung des Ölpreises und dessen weitreichende Auswirkungen auf die Flugindustrie und somit auch auf den Hotelsektor. In den USA wurden die Airline-Kapazitäten in den letzten Monaten um 15% reduziert, in Europa um 6%, und manche Flugzeuge, die von bestimmten Routen abgezogen wurden, werden für diese wahrscheinlich nie wieder eingesetzt werden. Die Konsolidierung der Flugindustrie wird weiter vorangetrieben werden, die Kapazitäten weiter sinken und die Reisekosten steigen. Brown riet den Revenue-Managern, auf die Gesamtkosten einer Reise zu achten statt ausschließlich auf die einzelnen Preise.

Vorausgesetzt, dass Gelder vorhanden sind, sieht Rafael "grosse Möglichkeiten, in unsere Produkte zu investieren", um eine bessere Position zu sichern, wenn der Aufschwung zurückkommt. Riley sieht ebenso Gelegenheiten für "Kauf, Neupositionierung und Sanierung". Allgemein herrscht die übereinstimmende Meinung vor, dass die Schuldenfinanzierung ein grosses Problem ist, solange noch ausreichende Finanzierungen über Eigenkapital möglich sind, da sich die Banken nach wie vor weigern, Kredite zu vergeben. Trotzdem wird erwartet, dass die nächsten Käufer einen traditionellen Hintergrund haben, über privates Eigenkapital verfügen und Indien, Russland und die Golfregion als wichtigste Zielgebiete wählen. Weitaus mehr Investitionen sind aus China und Japan zu erwarten.

"Mit dem Rückgang der Kapitalwerte," so Fiskers, "haben ehemalige Hotelbesitzer wieder die Möglichkeit, mit privatem Eigenkapital und Staatsfonds mitzuhalten." Diese Hotelbesitzer wären in der Lage, sich auf die Rentabilität der Operations und nicht auf Kapitalwerte zu konzentrieren. Der Vorschlag der Markendurchdringung bei lange Zeit ungenutzten, unabhängigen und in Familienbesitz befindlichen Hotels wurde durch die Tatsache gedämpft, dass diese Hotels strukturell oft zu klein für eine erfolgreiche Markenentwicklung sind. Die Marken werden deshalb vorzugsweise so belassen, wie sie waren und nur mit einem neuen Aussehen versehen.

Taktiken zur Überwindung der Krise

"Kein Grund zur Panik", war die Aussage von Neumann, wobei er hervorhob, wie wichtig es sei, "sich bei jeder Gelegenheit auf die Steigerung des Ertrags zu konzentrieren". Katz, der sich mittlerweile den Hut seines Vermögensmanagers aufgesetzt hat, konzentriert sich auf die "Zusammenarbeit mit Marken und Veranstaltern, damit sie Ergebnisse liefern ... und um sicher zu stellen, dass der Wert stimmt." Brown ist der Ansicht, dass Erfolg vor allem von dem, "was man während des Abschwungs tut", abhängt. Dolce hingegen ist der Ansicht, dass "wir durch Konzentration auf unsere Zielmärkte und unsere Kunden Preisnachlässe verhindern und sogar eine Wertsteigerung erreichen können." / Guy Dittrich

 

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