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Aktionismus statt Vision

20. IHIF Berlin: Die Deal-Maker lachen, die Betreiber hadern mit sich

Bootle Roger speaker IHIF 2017
Das International Hotel Investment Forum als Treffpunkt der Branche: Die meisten Fragen
diskutierte man hinter den Kulissen.

Berlin (17.3.2017). Irgendwie war's wie letztes Jahr. Nur wenn man zweimal nachfragte, runzelten manche IHIF-Teilnehmer sorgenvoll die Stirn: Am Ende dieses europäischen Wahl-Jahres wisse man mehr darüber, ob 2018 nun einen Absturz im (Hotel-)Immobilien- und Investment-Segment bringe… Bis dahin rannten und rennen die Makler, Entwickler, Fonds, Banker, Investoren und Betreiber atemlos im Kreis und halten das grosse Geld-Rad in Schwung. Die Asset-Klasse Hotel boomt, die Betreiber verdienen gutes Geld, trotzdem aber hat die Branche ihren Weg in die Zukunft noch nicht gefunden.

Das International Hotel Investment Forum (IHIF) gilt unter vielen internationalen Investment- und Immobilien-Experten immer noch als Pulsmesser und Netzwerk-Magnet. Grosse Nachrichten aber blieben aus. Die CEOs trugen in den Panels auch nichts zur Spannung bei. Whitbread-Chefin Alison Brittain investiert 700 Millionen im Jahr in Immobilien, wird weiter Costa Coffee ausschenken und Premier Inn-Betten verkaufen, am liebsten in Ländern, die UK ähnlich sind (Deutschland, Russland). Richard Solemons von IHG verteidigt weiter (seine) Brands und startete den 100. Aufruf, die IT für die Customer Journey zu nutzen und die tatsächlichen Gäste-Wünsche zu erforschen. Nun sei die Wende aber wirklich da: Nach Asset Light und Technologie liege der Fokus nun auf den Bedürfnissen des Gastes – "das ist die Evolution", sagte er.

Bei solchen Pauschal-Statements, die von fast jedem CEO jedes Jahr vorgetragen werden, frage ich mich immer: Was hat diese Branche eigentlich bis heute gemacht? Den Gast nicht erforscht, nicht ernst genommen, die IT nicht genutzt? Kein Bett gemacht, kein Frühstück serviert, keinen Concierge-Dienst geboten? Irgendwann muss da etwas schief gelaufen sein.

Networking IHIF 2017  
Business Talk und Networking im Wintergarten des Konferenz-
Zentrums im InterContinental
Hotel Berlin.

 

AccorHotels-Chef Sébastien Bazin jedenfalls redet nicht nur, sondern handelt. Er kauft und kauft und kauft – er verändert das Unternehmen sichtbar. Ob's gut geht, muss der Investment-Profi mit Nebenjob CEO natürlich noch beweisen. Aber die Branche sieht in ihm einen Visionär, der über den Tellerrand schaut: Immerhin hat er gerade die Nachbarschaft rund um die Hotels entdeckt und will nun den Schuhmacher, die Schneiderin und die Reinigung nebenan zu neuen Concierge-Kumpels machen. Sein Vortrag hatte wenigstens Pep in puncto Ideen – weil er alle Menschen einbezog, nicht nur die eigenen Mitarbeiter. Und er erwähnte sogar die OTAs und die Namen von Wettbewerbern – im Gegensatz zum immer smarten Marriott-CEO Arne Sorenson.

Die Branche polarisiert

Nicht laut, sondern nur im Stillen bekommen die grossen Ketten, die durch Fusionen und Übernahmen immer grösser werden, von vielen auf dem Flur verbale Ohrfeigen. Ihr Fazit: Die Branche polarisiert gerade – zwischen Mega und Mini wird die Lücke immer grösser. Muskelspiele, die auf Volumen aufbauen, sind für die allermeisten aber kein Garant mehr fürs Überleben. Anbang hat gezeigt, wie schnell man auch Big Marriott ins Wanken bringen kann.

Der Gegentrend heisst Qualität und Nische, vor allem im fragmentierten und Marken-schwachen Europa. Diesen Markt überfluten die internationalen Ketten regelmässig mit neuen Marken. Und neuerdings auch mit eigenen "Labs" – Werkstätten zum Experimentieren. Weil diese kuriosen Kunden einfach übers Internet buchen – aber kein Ketten-Etablissement, sondern eine unbekannte, aber hübsche Herberge in guter Location zu einem guten Preis. Und weil die Millennials mit ihrer Smartphone-Sucht alles nur noch schlimmer machen. Dabei hilft natürlich auch Airbnb mächtig nach. Doch dieses Jahr hörte man relativ wenig über diesen ungebetenen Hospitality-Schreck.

  Sorenson Arne Interview
  Begehrter Interview-Partner: Arne Sorenson, der Marriott-
CEO.
/ Fotos: IHIF, Mark Green

Zwischen den IHIF-Türen wurde die Zukunft der grossen Ketten und ihr Einfluss häufig diskutiert. Und ganz entgegen dem schönen Schein, den die neuen Muskelpakete versprühen, kamen solche (Basis-)Fragen hoch: Ketten sind doch eigentlich nur noch Marken-Verwalter, oder nicht? Sind 30, 15 oder 8 Marken ein Asset? Von welchem Wert? Und wie kontrollieren die stark expandierenden Franchise-Ketten die Qualität ihrer Franchise-Nehmer? Zum OTA können Ketten leider auch nicht mutieren – oder sollten sie besser nicht: Vor Booking.com, dessen Leistung und dessen Marketing-Milliarden haben die meisten hohen Respekt.

Mehr Aktionismus statt Hilfe

Für mich zeigte das 20. IHIF im Jahr 2017: Es gibt so vieles, was nicht öffentlich besprochen wurde, frei von Personen-Kult, Image-Denke und Sponsoring-Rahmen. Die Diskussionen drehen sich seit Jahren im Kreis, sie sind zumindest auf der Bühne hektischer und deswegen noch dünner geworden. Aktionismus, nicht Vision, treibt deshalb auch die Konsolidierung. Das Wort "Skalierbarkeit" kam unendlich häufiger vor als das Wort "Mitarbeiter". Volatile Märkte nach dem Terror und Angst-Szenarien vor/nach den Wahlen rund um den Globus sind leichter zu beschreiben als die eigenen Schwächen. Konkrete Lösungsansätze fehlten überall.

Die Hospitality-Deal Maker haben gut lachen. Diese Zeiten sind gut. Ist der Deal "done", dann warten alle nur noch auf die Provision. Und weiter geht's. Das wirkt wie eine Parallel-Welt neben den Hospitality-Betreibern. Diese hadern gerade heftig mit sich selbst, sie haben noch nicht Fuss gefasst auf neuen Wegen, stolpern noch entlang der Leitplanken, die andere (OTAs, Airbnb, Regulierer) für sie definiert haben. Angesichts der hohen Dynamik und der geopolitischen Rahmenbedingungen ist das nicht verwunderlich. Umso eher könnte ein Magnet wie das IHIF der Branche hier Struktur und konkrete Hilfestellung geben. Das aber fällt schwer, denn auch dieses Mega-Event ist im Wandel. / map

 

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Cover ITB IHIF Special 2017_dt