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Blick über den Tellerrand

Die 3. Konferenz "Spotlight Hotel Investment Poland" rückt näher

InterContinental Warschau Tower exterior bei Nacht  
Fast schon ein Wahrzeichen von Warschau: InterContinental
Hotel (linkes Hochhaus). / Foto: IHG

 

Warschau (20.5.2016). Die Liste der Redner und Diskussionsteilnehmer bei der Konferenz "Spotlight Hotel Investment Poland" am 13.-14. Juni im InterContinental Hotel Warschau steht nun fest. Mit dabei sind u.a. Vertreter der polnischen Tourismus-Organisation, der polnischen Handelskammer, von führenden polnischen wie benachbarten und globalen Hotelgruppen (z.B. Orbis, Vienna House, Rezidor, B&B). Insgesamt werden über 200 Teilnehmer erwartet. Trotzdem können sich Interessenten noch anmelden.

Auch die dritte Auflage dieser Konferenz richtet sich wieder an Investoren, Hotel-Betreiber, Repräsentanten von Finanz-Instituten, Hotel-Ketten, Berater und Immobilien-Makler, Anwälte, Architekten, Entwickler, Regierungsmitglieder, lokale Behörden und Tourismus-Organisationen.

Im Kongress-Programm finden sich bekannte Namen aus den Vorjahren, aber auch neue Gesichter. Der Mix jedenfalls zeigt, dass Polens Hospitality-Branche gerne über den Tellerrand schaut und bereit ist, von anderen zu lernen. Das genaue Konferenz-Programm mit den Namen der Redner und Diskussionsteilnehmer entnehmen Sie bitte dem anhängenden PDF.

Inhaltlicher Partner und Berater der Konferenz ist Christie & Co.. Adam Konieczny, Country Head Poland, beschreibt im nachfolgenden Interview die aktuelle Situation der Hotellerie in Polen.

Entwickelt sich der Tourismus in Polen immer noch positiv?

Adam Konieczny: Polens Popularität unter fremden wie einheimischen Touristen ist gewachsen und es scheint kein Ende dieses positiven Trends zu geben. Nachfrage wie Belegungsraten sind bereits seit einigen Jahren am Steigen, vor allem in Warschau, in der "Tri-City" rund um Danzig, Gdingen und Sopot sowie in Krakau. Hauptgrund für dieses Wachstum ist die steigende Anzahl ausländischer Touristen. Weitere wichtige Segmente sind der MICE-Tourismus und der Medical Tourismus. Zwei Beispiele für den guten Stand der Hotels heute: Laut STR schlossen die Luxus- und Upper Upscale Hotels in der Top-Destination Krakau das Jahr 2015 mit einer Belegung von etwa 84% ab, bei einem Zimmer-Erlös (RevPAR) von 350 PLN (ca. 80 Euro) und einem ADR von etwa 440 PLN (ca. 100,50 Euro). Auch die Werte für die Mittelklasse- und Economy-Hotels in Krakau sind gut: Die Belegung liegt bei 79%, der RevPAR bei 120 PLN (ca. 27,40 Euro) und der ADR bei knapp 160 PLN (ca. 36,54 Euro).

  Konieczny Adam
  Adam Konieczny,
Country Head Poland
für Christie & Co.

Wie stark ist derzeit das Interesse von Investoren für Hotels in Polen?

Adam Konieczny: Obwohl Polens Hotel-Investment-Markt immer noch in den Kinderschuhen stecken mag, gibt es viele Gründe, weshalb grosse Investoren-Gruppen vom Potential dieses Landes überzeugt sind. Diese Faktoren implizieren die Verbesserung der Hotel-Indikatoren, die Präsenz von mehr Hotel-Ketten, die Weiterentwicklung der Meeting- und Konferenz-Branche im Land, die verbesserte Strassen- und Bahn-Infrastruktur und schliesslich die günstigen Immobilien-Preise im Vergleich zu europäischen Schlüssel-Märkten wie London, Paris oder München.

Generell schauen Investoren hauptsächlich nach marken-geführten, gut etablierten Business-Hotels, wenngleich ketten-gebundene Economy- oder Mittelklasse-Hotels im City Center ebenfalls Erfolge vorweisen können. Es gibt eine Anzahl bemerkenswerter Transaktionen im Jahr 2015, z.B. der Kauf des Radisson Blu Wroclaw durch die Union Investment von der UBM Development Group AG, ebenso die Akquise des Sheraton Warschau als Teil des pan-europäischen Portfolios von Benson Elliot and Walton Street Capital.

Vor allem gibt es ein steigendes Interesse an Hotel-Akquisitionen von deutschen, französischen, britischen und amerikanischen Investoren. Paradoxerweise scheint die Krise in der Ukraine einen positiven Effekt auf den polnischen Hotel-Investment-Markt gehabt zu haben: Investoren, die bisher geplant hatten, ihr Geld in der Ukraine oder Russland zu investieren, ziehen sich nun aus diesen Märkten zurück und bewegen sich westwärts, um ihr Kapital Ländern wie Polen zuzuteilen.

Während der polnische Hotel-Markt immer noch vom Upscale-Segment dominiert wird und Investoren darauf aus sind, in ihren Portfolios Trophy Assets zu halten, haben wir einen Interessenswandel ausgemacht – vom gehobenen zum Mittelklasse-Sektor und zu nachhaltigeren Hotels. Es gibt auch ein grosses Investoren-Interesse im Budget-Sektor, nachdem Expansionspläne in diesem Segment bisher ziemlich limitiert waren. Bis vor kurzem war die Mehrheit der Investoren nur an Pacht-Verträgen interessiert, jetzt ziehen sie verstärkt Management-Verträge in Betracht.

In welchen polnischen Städten entwickeln sich die Hotel-Märkte besonders gut?

Adam Konieczny: Krakau ist vermutlich die beste Stadt für neue Hotel-Entwicklungen. Der Markt kann das neue Angebot relativ leicht absorbieren. Warschau, eigentlich als typische Geschäftsstadt eingestuft, ist jetzt als Touristen-Destination wesentlich populärer, vor allem bei internationalen Touristen. Der dritte interessante Markt ist Tri-city (Danzig, Sopot, Gdingen) mit seinem wachsend BPO-Sektor (BPO = Business Process Outsourcing / Auslagerung von Geschäftsprozessen) und einer signifikanten Anzahl skandinavischer Touristen.

Wir sehen ausserdem einige aufgehende Sterne. Diese Liste bezieht Kattowitz und Lublin mit ein. Kattowitz ist erst in jüngster Zeit zu einem starken Zentrum für MICE geworde, aufgrund seines grossartigen Standortes und seiner Zugänglichkeit wie auch durch die Eröffnung von Polens grösstem Kongress-Zentrum. Lublin ist mit seinem neuen Flughafen und vielen öffentlichen Projeken derzeit die wichtigste Stadt in Ost-Polen. Lublin ist jetzt eine Stadt, die Business inspiriert.

Klicken Sie hier für mehr Details über die Veranstaltung, das Programm und die Anmeldung.

 

 
3rd Spotlight Hotel Investment Poland_Program 2016

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