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Ersparnisse vorleben

"Green Hotels" Workshop: So findet Nachhaltigkeit Akzeptanz

   H2 Muenchen Bad
  Handtücher und Spender: die Herausforderungen für
das
Housekeeping.

München (29.7.2016). Nachhaltigkeits-Zertifikate haben sich in der Hotellerie bereits etabliert. Wie sieht deren Umsetzung im praktischen Alltag aus und wie reagieren die Gäste darauf? Frank Oettinger, Referent und Vice President Operations & Franchise, H-Hotels, beleuchtete die Zertifizierung beim ersten Fachsymposium „Green Hotels – Nachhaltigkeits-Zertifikate für Hotelimmobilien“ am 22. Juni 2016 im Ramada Hotel & Conference Center Münche-Z Messe aus Betreibersicht – mit fundierten Beispielen, die die Mitarbeiter und den Gast aktiv mit einbeziehen.

Die internationalen Siegel für Nachhaltigkeit – LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) und das Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) – geben in der Immobilien-Welt inzwischen den Ton an. Bestes Beispiel dafür ist das in DGNB-Gold zertifizierte Ramada/H2-Hotel an der Messe München, von dessen "grünen Details" sich die Teilnehmer am Schluss selbst noch überzeugen konnten. "Eine Zertifizierung ist jedoch für den Gast nicht so transparent wie die gelebte Nachhaltigkeit", weiss jedoch Frank Oettinger von den H-Hotels.

In einem munteren Vortrag erläuterte er an praktischen Beispielen, wie die rund 60 Häusern der H-Hotel-Gruppe im Alltag Nachhaltigkeit leben. Details, die nicht nur dem Mitarbeiter ein gutes Gefühl vermitteln, sondern die auch der Gast oft und vor allem immer positiv wahrnimmt.

1.500 Wäscheladungen eingespart

In den H-Hotels, zu denen die Marken H4, H2 und H+ gehören, wird beispielsweise häuser-übergreifend auf Tischwäsche im F&B-Bereich verzichtet – als konsequente Massnahme zur Ressourcen-Schonung. Allein im Ramada/H2-Hotel an der Messe München werden so jährlich 40.000 Tischdecken (das entspricht rund 1.500 Waschmaschinen-Füllungen), damit verbundene Transportwege sowie Wasch- und Bleichmittel eingespart.

Oettinger Frank Vortrag  
Frank Oettinger: Die Mitarbeiter
trainieren!


 

Bei der Reinigung der Hotels, auch im Back of the house, setzt die Gruppe auf umweltschonende Mittel und hat dafür national gesonderte Verträge mit Lieferanten abgeschlossen. Diese garantieren per Zertifikat, keine umweltbelastenden Mittel zu verwenden oder die Hotels damit zu beliefern. In den Häusern selbst gewährleisten automatische Dosier-Anlagen den effizienten Einsatz und verhindern eine überflüssige Nutzung.

"Wichtig ist aber auch, dass unsere Reinigungskräfte, ob intern oder extern angestellt, sensibilisiert werden", erklärt Oettinger. "Denn nur durch ständiges Training wird man sich automatisch sparsames Verhalten aneignen."

Und genau jenes Feingefühl für den schonenden Umgang mit Ressourcen möchte die Hotelgruppe ihren Mitarbeitern mittels regelmässiger Schulungen nahebringen. Unter anderen steht hier die Einsparung von Strom im Fokus: Während dieser auf den Etagen nur für den Zeitraum der Reinigung eingeschaltet ist, bleiben die Klimaanlagen aus. Während der Sommermonate werden bei Nichtbenutzung des Tagungs- und Konferenzbereichs die Blackouts zugezogen sowie die Beleuchtungen ausgeschaltet, um den Einsatz von Klimaanlagen zu vermeiden. Alle Perlatoren und Wasserbegrenzer auf den Etagen werden regelmässig kontrolliert.

"Wir holen auch regelmässig Energie-Statistiken und Wasserverbräuche unserer Häuser ein. Nur durch den Vergleich mit den Vorjahreswerten konnten wir beispielsweise in einem Haus feststellen, dass der Pool ein minimales Leck hatte", beschreibt Oettinger die Optimierungsmassnahmen.

Wäsche wechseln oder nicht?

Wer glaubt, nur die Mitarbeiter würden hier zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen angehalten, wird in den H-Hotels eines besseren belehrt. Auf unnötige Amenities, die der Gast nicht unbedingt braucht, wird nämlich verzichtet, z.B. im Badezimmer. Hier gibt es Duschbad, Shampoo und Handseife nur über einen an der Wand installierten Spender. "Diese können umweltschonend immer wieder neu befüllt werden", schildert Frank Oettinger. "Auf diese Weise sparen wir jährlich bei einer Auslastung von 70% rund 200.000 kleine Kosmetik-Fläschchen ein." Wer dennoch Nagelfeile und Co. benötigt wird an der Rezeption fündig. "Negatives Feedback gab es dazu bisher nicht."

  H2 Muenchen Ramada Messe Restaurant
  Bei H2 gibt es keine Tischdecken mehr.
/ Fotos: map

Bei den Handtüchern und der Bettwäsche hat der Gast selbst die Wahl: Ist er nur für einen Kurzaufenthalt zu Besuch, braucht er diese nicht zwangsläufig täglich wechseln. Möchte er dies trotzdem, einfach die Tauschkarte sichtbar aufhängen – fertig. "Bei den Gästen findet dieses derzeit noch laufende Pilotprojekt grosse Akzeptanz, nur unsere multikulturellen Mitarbeiter tun sich in der Umsetzung manchmal etwas schwer", erklärt der Betreiber schmunzelnd. "Liegt ein Handtuch beispielsweise nicht auf dafür vorgesehenen Halter, sondern über der Wanne, tauschen viele Reinigungskräfte es leider aus. Obwohl die Karte nicht zum Austausch auffordert."

Schweine-Eimer nur halb so voll

Auch im F&B-Bereich der Hotels gilt die Devise "weniger Pomp – mehr Leichtigkeit". Wo es geht, werden hier unnötige Einzel-Verpackungen vermieden und stattdessen Grossgebinde bestellt. Kleine Honig-Tiegel, Kaffeesahne-Päckchen oder Zucker-Tütchen sucht der Gast beim Frühstück vergeblich. Marmelade wird in Gläsern, Honig in Spendern, Cerealien in grossen Verpackungen angeboten. Wenn, dann kommt separat Verpacktes nur aus ästhetischen und hygienischen Gründen, z.B. bei Butter, Margarine, Nougat-Creme zum Einsatz.

Darüber hinaus bestücken Service-Mitarbeiter die Auslagen bzw. Buffets nur nach dem tatsächlichen Bedarf. "Jährlich werden ca. 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weltweit vernichtet. Um dem entgegenzuwirken, führen wir monatlich Speisekarten-Analysen für jedes Hotel durch", erklärt Oettinger. "So sehen wir, welches Essen am meisten konsumiert wird und können die Bedarfsmenge entsprechend kalkulieren bzw. anwenden."

Für die Mitarbeiter hinter den Kulissen sei die Teilnahme an Aktionen wie "United Against the Waste" ein "ganz heilsames Mittel"; dabei werden gläserne Sammelbehälter für Lebensmittel-Abfälle oder zerbrochenes Geschirr aufgestellt. "Die früher so genannten 'Schweine-Eimer' sind seither nur noch halb so voll. Ich bin der Meinung, dass man nur, was man sieht und spürt, auch begreifen kann!" Gerade durch solche Massnahmen seien die Wareneinsatz-Kosten bereits erheblich gesunken.

"Gerade solche praktischen Beispiele verdeutlichen, dass es bereits die kleinen Dinge des Alltags sind, bei denen Gäste, Mitarbeiter und Unternehmen gleichermassen zur Nachhaltigkeit beitragen können", schlussfolgert Frank Oettinger. Wichtig sei dabei nur eines: dass der Gast durch die gelebte Nachhaltigkeit keine Einschränkungen des Komforts und der Dienstleistung empfinde, sondern aktiv integriert werde. / KG

 

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