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Das grosse Zittern um den Preis

ITB Hospitality Day: Talkrunde über "Reaktionen in der Rezession"

ITB Hospitality Day 2009 Panel 6
 

Berlin (10.4.2009). Mit welcher Hiobsbotschaft zum Thema Krise soll man überhaupt anfangen? Damit, dass Rynanair kürzlich überlegte, eine Toilettengebühr an Bord zu erheben? Oder damit, dass der Verband Deutsches Reisemanagement diese Woche beklagte, dass mit einer schneller Überwindung der Krise nicht zu rechnen sei? Fast jeder steuert derzeit sein Szenario bei. Umso erfreulicher, dass von Panikmache in der Diskussion "Reaktionen in der Rezession" während der ITB-Hotelkonferenz "ITB Hospitality Day" nichts zu spüren war. Pragmatisch diskutierten die Top-Führungskräfte von Accor, Falkensteiner, Choice und der Chef der Treugast die aktuelle Situation und hatten für die Zuhörer Tipps parat.

Marc Hildebrand_ITB Hospitality Day 2009
Marc Hildebrand,
Accor.

Auf welchem Niveau klagen wir?, fragte Moderator Prof. Dr. Christian Buer von der Hochschule Heilbronn zu Beginn. Er hinterfragte die Krisen-Indikatoren und schlussfolgerte: "Die Rezession ist da, aber diese Krise ist anders, weil sie global ist und die Banken keine Kredite mehr vergeben, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln." Von den Diskussionsteilnehmern wollte er u.a. wissen, wo die Unternehmensgewinne der letzten Jahre geblieben sind und ob der Preis das einzige Steuerungsinstrument ist.

Marc Hildebrand, seit einem Dreivierteljahr CEO der Accor Hotellerie Deutschland und ein Quereinsteiger, ergriff das Wort und analysierte die Konsequenzen: Pro verlorenem Euro benötige man ein halbes Jahr, um diesen wieder aufzuholen. "Lieber verzichten wir auf drei oder fünf Prozent Belegung als den Preis zu senken!" machte der Chef von Deutschlands grösster Hotelkette Mut. Im Januar und Februar sei es Accor sogar gelungen, bei fast allen Marken weitere Preiserhöhungen durchzusetzen.

Hans-Dieter Schiller, Vice President European Operations des Franchisegebers Choice Hotels, repräsentierte die Privathotellerie, die den Anschluss an eine starke Marke sucht. Auch er plädierte natürlich dafür, die Raten zu halten, verwies aber auf die "Schmerzgrenze" der Privaten, denen ein Euro weniger beim Preis durchaus einen Marktvorteil gegenüber dem Kettenbetrieb um die Ecke verschaffen würde.

Hans-Dieter Schiller
Hans-Dieter Schiller,
Choice.

 

Stephan Gerhard von der Treugast Solutions Group - Berater, Hotelbetreiber und Investor - befürchtete, dass letztlich auch die Ketten preislich nachgeben werden und die gleiche Preismisere wie nach 2001 entstehen könnte. "Ich befürchte, dass das so sein wird."

Resorts können leichter Mehrwert schaffen

Von den leidenden Stadthotels lenkte Erich Falkensteiner, geschäftsführender Gesellschafter der Falkensteiner Michaeler Tourism Group aus Österreich, den Blick auf die Ferienhotels. "Bei den Resorts ist es existenziell, Mehrwerte zu schaffen," schlug er vor, basierend auf eigenen guten Erfahrungen: Vor fünf Jahren schenkte Falkensteiner jedem Gast ein paar Ski - das brachte 11.000 Gäste mehr in wenigen Wochen. Der Hotelchef gestand jedoch ein, dass es in Cityhotels schwieriger sei, Mehrwerte zu schaffen.

Stephan Gerhard gab zu bedenken, dass die meisten Hotels/Hotelgruppen nach 2001 alle Kosten bis zum Anschlag gedrosselt hätten. Wer jetzt weiter an der Kostenschraube drehe, senke die Qualität - "und ist nach der Krise platt!" Die Kosten jedoch zu kontrollieren und gleichzeitig die Qualität anzuheben (was ja auch wieder Kosten produziert), sei "nicht in den Griff zu kriegen." Der Grat ist also schmal.

Stephan Gerhard
Stephan Gerhard,
Treugast.


Welche Modelle gibt es noch zur Kostensenkung, fragte Professor Buer und meinte damit konkret die Personalkosten als Hauptkostenblock eines Hotels. Marc Hildebrand erläuterte daraufhin vier neue Modelle bei Accor: Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei 10% weniger Gehalt, zusätzlicher unbezahlter Urlaub, verlängerte Elternzeit, abgesichertes Sabbatical (siehe dazu auch Link). Selbst wenn nur 20% der 9.000 Mitarbeiter in Deutschland von diesen Massnahmen Gebrauch machen, erhofft sich die Kette noch in 2009 einen deutlichen ergebniswirksamen Effekt!

Private müssen auf ihren Gewinnen aufbauen

Solche Modelle seien in den kleinen Teams der Privathotellerie kaum umzusetzen, gab Hans-Dieter Schiller zu bedenken. Choice versucht deshalb nach besten Kräften, das weiterzugeben, was man selbst am besten kann: Verkauf und Marketing. In Deutschland wurde das Budget dieses Jahr sogar aufgestockt, in den USA gab es zumindest keine Abstriche. Eine aktuelle Fragebogen-Aktion unter 2.000 Hotels zeigte zudem, welche Fragen und Nöte die Branche habe. Aus Gesprächen mit Franchisenehmern weiss Schiller, dass viele heute auf den gesparten Gewinnen der Vorjahre aufbauen können und deshalb wohl auch die Krise überstehen werden.

Erich Falkensteiner

Erich Falkensteiner,
Falkensteiner
Michaeler
Tourism Group.

            alle Fotos: map

Auch bei Accor nutzt man jetzt das Polster der Vorjahre, um weiter zu investieren. 100 bis 150 neue Häuser plant die Kette in den nächsten fünf Jahren hinzu zu nehmen. "Investieren ist das Beste, was wir in der Krise machen können," ermunterte er auch seine Kollegen. Auch dieses Jahr werde man wie in den Vorjahren 50 bis 60 Millionen in die Renovierung bestehender Hotels stecken.

Die Moderatoren-Frage nach der Möglichkeit, staatliche Subventionen auszuschöpfen - aus dem 8 Milliarden-Topf der KFW kann sich auch die Hotellerie bedienen - lenkte die Diskussion zum Schluss auf das Thema Mehrwertsteuer, deren Höhe (19%) die deutschen Hotels EU-weit klar benachteiligt. Alle Diskussionteilnehmer liessen es dabei nicht an deutlichen Worten fehlen. Das gewonnene Geld aus einer deutlichen Mehrwertsteuer-Absenkung wüsste Accor-CEO Marc Hildebrand ebenfalls gut anzulegen: Er würde je ein Drittel dem Kunden zugute kommen lassen, in Investitionen stecken und in die Steigerung von Löhnen und Gehältern. Denn auch nach der Krise wird die Dienstleistungsbranche Hotellerie gute Kräfte brauchen, um Qualität und Preise zu halten. / map

 

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