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Permanenter Perspektiven-Wechsel

Der hybride Denker stellt künftig alles in Frage und balanciert Trends aus

 
   

Berlin (9.7.2010). Alles ist hybrid - vom Auto bis zum Vertrag. Und jetzt ist es auch noch der Mensch. Er wird zum hybriden Denker. Nach zwei Jahrzehnten der Standardisierung und Kontrolle macht der hybride Denker den "copycats" und "benchmark junkies" endgültig den Gar aus. Die Zukunft orientiert sich an der Frage: Kann der Mensch die Dinge auch anders sehen und gestalten? Die neue Kraft liegt im Sehen, Fühlen, Riechen und Formen, im Infragestellen und Neu-Definieren. David Bosshart, CEO des Gottlieb Dudweiler Instituts (GDI) in Zürich, und Robert Thiemann, Chefredakteur des Design-Magazins "Frame" in Amsterdam, versuchten beim Design Hotels "Future Forum" in Berlin die neue Denkweise zu beschreiben. Diese stellt fast alles auf den Kopf.

Künftig gibt es keine Entweder-Oder-Denke mehr, sondern überall ist ein "Und" dazwischen, veranschaulichte David Bosshart: Funktion + Design werden zusammen hinterfragt, Logik + Einfühlungsvermögen, Realität + Virtualität, Geschichte(n) + Argumente, Wissenschaft + Fiktion, Kreativität + Substanz, Details + Überblicke. Megatrends und Gegentrends werden ausbalanciert.

Weniger abstrakt heisst das: Der Mensch soll jede anerzogene geistige Grenze überwinden, Altbekanntes komplett in Frage stellen und "grenzenlos" denken. Die Künstler und Designer machen es vor. Sie arbeiten schon lange nicht mehr allein für Galerien, sondern gestalten das Design von Geschäften, kreieren Haushaltsprodukte oder sogar neue Club-Konzepte. Sie mischen Materialien, Techniken, Formen und Funktionen, um eine neue Produkte zu "züchten".

Nähen im Café und arbeiten zuhause

Als Beispiel nannte Robert Thiemann das 10 Corso Como in Mailand: Dort entwickelte sich seit 1990 ein hybrider Mix aus Mode, Design, Buchhandlung und Kunst-Verkauf. 1998 kam ein Café-Restaurant dazu, 2003 ein Drei-Zimmer-Hotel. Fertig ist der hybride Mix der "lifestyle stores". Davon gibt es inzwischen viele auf der Welt: Geschäfte werden in Museen integriert, deren Ausstellungsstücke natürlich unverkäuflich sind. Pasta-Shops verbinden sich mit Schmuck-Geschäften, in Cafés erledigen Schneiderinnen Näharbeiten.

"Der hybride Denker ist ein Bastard", illustriert es Robert Thiemann, "seine Denkweise ist ein Resultat aus dem Kreuzen von Ideen". "Crossbreeding" ist angesagt. Der Einzelhandel ist hier schon weiter als der Tourismus oder die Hotellerie: So entwickelt man für Mobiltelefone inzwischen Applikationen, über die man Dinge bestellen kann.

Arbeitsplätze verändern sich ebenso: Das Internet in Verbindung mit Handys macht mobil, so dass die Menschen unabhängig von Zeit und Platz arbeiten können - z.B. auch zuhause. Nicht mehr die Präsenz im Büro zählt, sondern das Einhalten von Terminen und Aufgaben. Business und Leisure verschmelzen immer mehr.

 
  David Bosshart: Hybrides Denken prägt
die Zukunft.

Hybrides Denken kennt keine Grenzen

In der Hotellerie sind Condominiums oder Serviced Apartments die ersten Resultate hybriden Denkens: Der Apartment-Nutzer kann Hotelleistungen in Anspruch nehmen. Gesundheitszentren sind dabei, Hotelservices anzubieten, Restaurants finden sich in Museen wieder, Ketten-Restaurants und Hotels treten wie Kunstgalerien auf.

Das Design Hotels "Future Forum" fand im sogenannten "Bikini House" am Berliner Zoobogen statt, gleich neben dem Eingang zum Berliner Zoo. Dieses herunter gekommene Gebäudeensemble wird als hybrides Ensembles wieder erstehen: Vermutlich schon bis 2012 soll es dort einen Mix aus Top-Gastronomie, Einzelhandel, Wellness, Büros und einem Hotel geben. Höhepunkt soll eine 7.000 qm grosse Terrasse werden, die in den Berliner Zoo hineinragt.

Hybrides Denken bezieht sich auf alle Elemente des Lebens und des Alltags. Über "hybrides Kapital" zu verfügen, bedeutet, man verfügt nicht nur über Eigenkapital und nicht nur über Schulden; hybride Geschäftsmodelle vereinen von vorneherein Produkte und Service-Komponenten; hybride Software funktioniert auf verschiedenen Systemen, hybride Wissenschaft kennt keine stabile Generationen-Folgen.

Der Kontext definiert Hospitality neu

Der Mensch ist damit in seinem Grundverhalten - seinem anerzogenen Verhalten - neu gefordert. Er spricht mehrere Sprachen oder sollte zumindest andere akzeptieren; er denkt interdisziplinär und damit darüber nach, wie andere denken; er ist neugierig, wissensbegierig. "Hospitality definiert sich neu," so David Bosshart, "sie vermittelt Vertrauen, ein Gefühl von Zuhause im fremden Ort."

 
Robert Thiemann: Der hybride Denker
ist ein Bastard.

 

Im Hospitality-Kontext führt hybrides Denken nur zum Erfolg, wenn sich ein Hotel beispielsweise glaubwürdig einbringen kann: "Lokale" Hotels müssen auch jedem Nachbarn bekannt sein, Nachbarn müssen sich mit der Philosophie und den Events des Hotels identifizieren - kurz: Es muss kulturell plausibel auftreten, innerhalb wie ausserhalb seiner vier Wände.

Technisch ist in der Hotellerie vieles machbar, aber dient die Maschine wirklich den menschlichen Bedürfnissen? Hier ist die menschliche Kontrolle zum Wohle der Mit-Menschen (Gäste) gefragt. Hospitality muss zudem nachhaltig sein: Gewinner ist, wer diese Aktivitäten langfristig plant und Verbesserungen nachweisen kann.

Im hybriden Hirn wechseln Denkweisen und Perspektiven ständig. Genauso wie die virtuelle Welt stärker die reale Welt dominiert und die reale Welt virtueller wird. "Die virtuelle Welt sieht in Echtzeit, was in der realen Welt geschieht," fasst es David Bosshart zusammen. / map

 

18.6.2010 Zu zweit mit zwei Blackberries im Bett - Forum der Design Hotels: Futurologen sagen heftige Jahre bis 2020 voraus

 

 

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