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Vom Teilen und Limitieren

4. World Tourism Forum auf Luzern riss Themen an, aber nicht auf

  WTFL Luzern 2015 Kevin Roberts Saatchi Saatchi speaker Chief Magic Officer
  Marken lieben! Saatchi-CEO Kevin Roberts inspirierte mit witzigen
Bildern und klugen Sprüchen - nicht nur für Marketing-Manager.


Luzern (1.5.2015). Branchen-bewegende Botschaften gab es vom 4. "World Tourism Forum Luzern" (WTFL) keine, dafür nahm die Zahl der touristischen Teilnehmer mit wohlklingendem Namen zu. Vom ursprünglichen Anspruch des Forums, ein Event vergleichbar mit dem WEF/World Economic Forum in Davos zu werden, ist man jedoch noch weit entfernt: Gastländer wie Azerbeidschan füllen die Event-Kasse, die Queen Mother of Bhutan bereichert das Programm wohltuend, und einzelne Redner wie Jeremy Rifkin provozieren. Die wahren Tourism Leader fehlen aber noch – vor allem aus der Hotellerie. Vielleicht wird das ja nächstes Jahr anders: Nach 2009, 2011, 2013 und 2015 wandert das Luzerner Forum 2016 nach China. Es soll künftig jährlich stattfinden.

Das WTFL muss sich jetzt endlich beweisen. Das zumindest war die Meinung hinter den Kulissen, die etliche Teilnehmer gegenüber hospitalityInside.com äusserten. Die Idee von Martin Barth, einem Professor an der Fachhochschule Luzern, war und ist gut, so die einhellige Meinung. Mit dem 4. Event begrüsste man offiziell am Morgen 450 Teilnehmer aus 46 Ländern, nach dem Lunch aber waren die meisten Schweizer Gäste aus Politik, Diplomatie und Wirtschaft in ihre Büros zurückgekehrt, so dass sich ein Kongress-Kern aus etwa 200 Leute herauskristallisierte.

Immerhin erwies der Schweizer Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann dem WTFL seine Reverenz, ebenso wie Taleb Rifai, der Generalsekretär der UNWTO. Als einzige Keynote stieg dann die Queen Mother of Bhutan, Sangay Choden Wangchuck, in echte Inhalte ein.

Sie erläuterte, wie sich das kleine Land im Ost-Himalaya (vergleichbar der Grösse der Schweiz) sanft dem Tourismus öffnete – und ihn heute bewusst limitiert. 1974 kamen erstmals 287 Touristen nach Bhutan, heute sind es 130.000, und die Branche hat 20.000 Jobs für die Bevölkerung geschaffen. Das schafft

  WTFL Luzern 2015 QueenMother of Bhutan
  Erfolg mit limitiertem Tourismus: Die Queen Mother
of Bhutan imponierte mit ihrem Konzept.

Zufriedenheit, und deshalb kam Bhutan wohl auch auf die Idee, den heute weltweit beachteten "Gross National Happiness Index" zu erfinden. Wegweisend für viele andere der Entschluss der Königsfamilie, die Natur zu schützen: 70 Prozent der Fläche in Bhutan sind von Wald bedeckt, 60 Prozent sollen es immer bleiben. Das hat sie auf ewig im Staatsvertrag festgeschrieben.

Damit war ein Schwerpunkt des WTFL – die nachhaltige Entwicklung – auf charmante und kompetente Weise angerissen; die beiden übrigen Schwerpunkte waren Talents und Innovation. Und natürlich ging es um die Zukunft des Tourismus generell.

Im Spagat von Sharing Economy und Infrastruktur

Viel Raum gewährten die Veranstalter dem Sozialtheoretiker, Buchautor, EU-Berater und Präsidenten der Foundation for Economic Trends, Jeremy Rifkin. Der Amerikaner schwärmte von der neuen digitalen Revolution, in der das Internet der Dinge Maschinen zum Sprechen bringt, aus kapitalistisch gesinnten Menschen teilungswillige Gutmenschen macht und dank Data-Sharing Wirtschaftsgüter für beinahe null Kosten produziert. Noch sei die Sharing Economy ein junges, ungeformtes Pflänzchen, aber bereits als neues Wirtschaftssystem erkennbar! Es kreiere eine völlig neue Wertschöpfungskette…. Eine kritische Reflektion des Themas war von dem frischgebackenen Buchautor zum gleichen Thema nicht zu erwarten, doch leider gab es auch keine Diskussion mit dem Plenum darüber – selbst in der anschliessenden Talkrunde nicht.

In dieser Diskussion ging es um die "Herausforderungen von Morgen", in der von den fünf angekündigten Panelisten drei ersetzt worden waren. Neben Rifkin und dem CEO von Dubai International Airport sassen der CEO von Yotel, Hubert Viriot, und U Hatay Aung, Union Minister for Hotels and Tourism, Myanmar. Ursprünglich angekündigt waren der Tourismusminister von Tunesien, der CEO von Thomas Cook und Repräsentanten aus China. In der vorhandenen Zusammensetzung prallten sehr schnell die Kontraste zwischen einem Sharing Economy-gläubigen Sozial-Theoretiker und dem Tourismusminister einen Entwicklungslands aufeinander. Wie soll ein Land, das noch seine wenig entwickelte Infrastruktur beschreibt, die Mega-Technologie-Trends der Welt verinnerlichen und umsetzen? Es hat sicher noch andere Prioritäten. Rifkin erkannte es immerhin: Es sei in der Tat härter, Strassen zu bauen als Mobile-Technologie umzusetzen…

WTFL Luzern 2015 Riffkin Jeremy speaker  
Jeremey Rifkin: Total überzeugt von der Sharing Economy.

 

Hotelier Viriot kam mit seinem sehr spezifischen und technologie-/design-orientierten Hotelkonzept in dieser Runde kaum zu Geltung, so dass die Runde es leider auch verpasste, Kern-Botschaften an die westliche, weiter entwickelte Welt zu verströmen.

In der Super VUCA World

Umso erfrischender dann der Beitrag von Kevin Roberts, CEO der Werbeagentur Saatchi & Saatchi. Er las den konservativen Touristikern auf sarkastische und unterhaltsame Weise die Leviten. "Wir leben in einer VUCA Welt", sagte er anfangs. Die Grossbuchstaben stehen für Volatile, Uncertain, Complex und Ambiguous. Dann drehte er diese Adjektive ins Positive, in den Kontext der "Super VUCA World": Vibrant, Unreal, Crazy und Astounding. Er forderte die CEOs von heute auf, ROI nicht mehr als Return on Investment zu definieren, sondern als Return on Involvement. Und seine Message an die Marken-Manager lautet: "Become a love mark! Be irresistible!"

Der Mann mit der rauchigen Stimme brachte kernige Bilder-Botschafter: Jede Hotelkette hat heute eine "Mission" parat – Martin Luther hatte einen Traum! "Es geht nicht um Storytelling, sondern um Storysharing", betonte auch Roberts und schloss sich damit inhaltlich einen Fokuspunkt von Jeremy Rifkin an. "Machen Sie aus Kunden Fans!" Obwohl auch diese Aussagen vielen Profis schon vertraut sind, faszinierte dieser Redner durch seine (Wort-)Bilder.

Insofern hatte das WTFL schon hochinteressante Redner und/oder Themen zu bieten. Was ihm am ersten Konferenztag allerdings fehlte, waren Moderatoren, die die Branchen-Themen hätten tiefer hinterfragen müssen.

Die Videos von den Reden und Talkrunden finden interessierte Leser unter diesem Link. Mehr zu den übrigen Themen und zum Kongress in einer der nächsten Ausgaben. / map

 

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