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Zu zweit mit zwei Blackberries im Bett

Forum der Design Hotels: Futurologen sagen heftige Jahre bis 2020 voraus

 
Drei erklären die Zukunft: Chris Sanderson, Martin Raymond und James Wallman (v.l.) vom Future Laboratory in London.

 

Berlin (18.6.2010). Die Jahre bis 2020 werden so stürmisch werden wie Teenager-Jahre. Deshalb sprechen die Trendforscher des "Future Laboratory" in London auch von den "Turbulent Teens". In lebhafter Rhetorik und bunten Bildern beschrieben sie während des "Future Forum" der Design Hotels letzte Woche in Berlin die Zukunft der Gesellschaft, aus denen sich auch Trends für Hotellerie und Tourismus ableiten lassen. Danach ist nur noch Querdenken gefragt, altbekannte Mechanismen werden auf den Kopf gestellt, alles hinterfragt. Internet und Retail verbinden sich immer stärker und werden zu den Pionieren im Erfassen von Kundenwünschen. Arbeitszeiten und -weisen werden flexibilisiert, und das Thema Umwelt verändert letztlich auch das Reiseverhalten. Drei Stunden lang ergoss sich ein Feuerwerk von Trends über die Zuhörer. Design Hotels hatte das Forum auch für externe Gäste geöffnet 300 Gäste lauschten fasziniert den Analysten des "Hybrid Thinking."

Die Zukunft beginnt immer jetzt. 2011 wird der weltweite Öl-Austoss seinen Höhepunkt erreichen, danach werden die Ölpreise nur noch steigen. Dies wird auch das Reiseverhalten massiv beeinflussen, denn damit wird beispielsweise auch Fliegen und Autofahren teurer. Werden globale Meeting künftig überhaupt noch stattfinden? Verlieren Langstrecken-Ziele im Urlaub an Attraktivität. Chris Sanderson und Martin Raymond, beide Gründer des Marktforschungsunternehmens Future Laboratory in London, hinterfragten mit solchen Beispielen aus der gesamt-gesellschaftlichen Entwicklung viele aktuelle Bewegungen und versuchten, Lösungen aufzuzeigen: So wird eine Folge dieser Entwicklung sein, dass die Menschen wieder verstärkt dort arbeiten und essen, wo sie leben. Sie werden lokale Ressourcen nutzen und vor allem umweltfreundlicher denken und handeln.

 
Kreativität bestimmt die Zukunft
starker als je zuvor.
/ Fotos: Design Hotels

 

2010 bis 2020: Das Abnormale wird Normalität

Von der Gegenwart haben sie genug: Griechische Arbeiter, die protestierend auf die Strasse ziehen und die Verursacher der jüngsten Finanzkrise beschimpfen, seien ein Symbol für den sich bildenden Widerstand aus der breiten Masse heraus. Seit 1970 hat es 176 Geld- und 96 Bankenkrisen gegeben, zitiert das Future Laboratory andere Experten, bis Jahresende werde sich die Zahl noch verdoppeln. Ihre Prognose: In den "Turbulent Teens" bis 2020 wird das Abnormale das Normale werden!

Die Masse wird viele Bewegungen der turbulenten Teenie-Jahre beeinflussen. Die Mittelklasse wird in sich in dieser Dekade verdoppeln, sagen die Futurologen voraus. Überall streben die Menschen vom Land in die Grossstädte: 2040 werden knapp 80% der Menschen in Urbanität leben. Die Massen leben damit dicht neben- und vor allem übereinander: So werden Hochhaus-Balkons zu Pools umfunktioniert, und zwischen den Wohntürmen entsteht eine Art urbane Landwirtschaft.

Dank Bildung, Mobilität und Internet werden Ideen erstmals gleichzeitig rund um den Globus greifen: Solche Bauweisen wird es in Indien genauso wie in Europa oder Brasilien geben, sagen die Experten. Das Stichwort Lokalität erhält damit eine ganz neue Bedeutung, der "community"-Gedanke wird neu definiert. Für Hotels heisst das: Sie müssen sich intensiver mit ihrer community, ihrer Nachbarschaft, befassen und mit ihr leben. Wenn die Nachbarn das Hotel nicht kennen, ist es nicht integriert.

Zu zweit mit zwei Blackberries im Bett

Das Bewusstsein der Menschen wird sich für viele Dinge verschärfen: für die Umwelt, die Lebensmittel-Ressourcen, aber auch für die Vor- und Nachteile der digitalen Welt. Der Trend heisst "attention economy". Das heisst aber auch: Der Kunde erwartet, dass beispielsweise Webseiten so eingerichtet werden, dass er auf Anhieb findet, was zu ihm passt. Er will sich nicht mehr länger durch den Web-Wust durcharbeiten - ein Effekt des Оverloads. Der Wust macht den User heute schon krank: In den USA ist die eMail-Abhängigkeit bereits als Krankheit identifiziert: Die Panik, dass in der eMail-Flut eine Negativ-Meldung sein könnte, löst Panik aus. Für viele ist es der Sauerstoff zum Atmen, für andere das Wasser, in dem sie schwimmen müssen. Besonders symbolisch dieses Bild: Abends liegen zwei Partner nebeneinander im Bett - mit ihren zwei Blackberries. Der Expertenrat lautet: Prioritäten setzen, filtern, verschlanken, reduzieren, aufräumen, auswählen, zusammenbringen, einfache Nachrichten hinterlassen und Pausen machen....

 
  Ein Hotelzimmer der Zukunft. / Foto: Fraunhofer Institut

"Dünne" und "dicke" Werte

Mit dem "attention management" geht das "time management" einher. An dieser Stelle können sich Hotels erneut einbringen, sich im Bewusstsein ihrer Gäste verankern, indem sie Erlebnisse bieten - die kleinen anderen Momente. Wer Prioritäten gesetzt hat, hat sich bewusst für ein Hotel oder ein Event entschieden. Das ist der Moment, in dem die Emotionen ins Spiel kommen. Über Gefühle Gästebindungen aufzubauen, ist ein Credo der Zukunft. Und so unterscheiden die feinsinnigen Denker vom Future Laboratory in London auch zwischen "thin" und "thick value". Ersteres beschreibt das kurzfristige, nüchterne, wenig profitbringende Business - das sogenannte "bottom line business". Von "thick value" sprechen sie, wenn der emotionale Gewinn für den Kunden sehr hoch ist.

Die gesamten Geschäftsprozesse werden sich stark verändern, auch der Umgang mit neuen Produkten oder Ideen. Die Zahl der Freischaffenden und Kreativen mit flexiblen Arbeitszeiten und unkonventionellen Denkweisen wird zunehmen. Momentan werden Produkte noch in der physischen Welt kreiert und übers Web verkauft, künftig wird es genau andersherum sein: Fürs Web kreierte Produkte werden erst später in Geschäften erhältlich sein.

Power aus der Hosentasche

Die Verkaufspower der Zukunft liegt in der Hosentasche - im Mobiltelefon mit Internetanschluss. Der Markt des m-commerce (mobiler Handel) soll Experten zufolge allein in diesem Jahr um 28 Prozent auf 40 Milliarden USD weltweit ansteigen. Doch aufgepasst: Мobile Endgeräte machen alles transparent. Das kann auch die Marke gefährden, warnen Chris Sanderson und Martin Raymond vom Future Laboratory. Ihr Rat an alle Anbieter: global erreichbar sein, aber alles lokal kommunizieren...

Social Media wie Facebook oder Bewertungsmaschinen wie TripAdavisor messen die Zukunftsforscher übrigens keine grosse Bedeutung bei: Eine TripAdvisor-Bewertung sei u.U. binnen weniger Sekunden veraltet, weil bereits die nächste auf dem Schirm ist. Und bei Facebook stelle sich die Frage, was passieren würde, wenn die Kunden plötzlich dafür zahlen sollten?

Weitaus futuristischer, aber auch bedrohlicher klingt es, wenn das Handy einem künftig spontan anzeigen kann: "In einem Umkreis von 2 km in Berlin findest Du jetzt zehn weitere Roulette-Spieler..." oder "... hier gibt es in Deiner Umgebung noch drei Leute, die mit Dir shoppen gehen möchten.." Offenbar besitzen die meisten Menschen ein unwiderstehliches Bedürfnis, sich anderen mitteilen zu müssen. Das Netz bietet hier endlose Möglichkeiten, mit diesen online in Kontakt zu treten.

Die Frage bleibt: Wie kann man sich als "hybrider Denker" in diesem Spannungsfeld der kommenden turbulenten Teenie-Jahre bewegen? Dazu mehr in Kürze. / Maria Pütz-Willems

 

3.11.2006 Visionen zur Zukunft des Wohnens - Forum der design hotels

 

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